Viele Verstopfungen und Schäden am Abwassernetz entstehen durch falsch entsorgte Stoffe. Was im Frankfurter Haushalt in den Abfluss gegossen oder gespült wird, landet letztlich in der Kläranlage oder verstopft vorher schon die Hausleitung.
Diese Stoffe gehören nicht in den Abfluss
Speiseöle und Fette
Öl aus der Küche oder Bratfett erstarrt beim Abkühlen im Rohr und bildet hartnäckige Ablagerungen. Mit der Zeit verengen diese die Leitung vollständig. In Frankfurt sind Küchenabflüsse eine häufige Ursache für Verstopfungen - gerade in Mehrfamilienhäusern summieren sich die Fettmengen schnell. Fette am besten in alten Behältern sammeln und im Restmüll entsorgen.
Feuchttücher und Hygieneartikel
Feuchttücher - auch solche mit Aufschrift 'flushable' oder 'spülbar' - lösen sich im Abwasserrohr nicht auf. Sie wickeln sich zusammen, bilden Pfropfen und verstopfen Siphons und Kanalrohre. Dasselbe gilt für Damenbinden, Tampons, Wattestäbchen und Windeln.
Farben, Lacke und Lösungsmittel
Diese Stoffe sind giftig für die Kläranlage und können Rohre angreifen. In Frankfurt gibt es Schadstoffmobile und Wertstoffhöfe für die fachgerechte Entsorgung von Farbresten und Chemikalien.
Medikamente
Tabletten und flüssige Medikamente werden von Kläranlagen nur unvollständig herausgefiltert und gelangen so in Gewässer. Restmedikamente in der Apotheke oder im Restmüll entsorgen (je nach Präparat).
Kaffeesatz und Teeblätter
Kaffeesatz quillt im Rohr auf und klebt sich an andere Ablagerungen. Kaffeesatz lieber kompostieren oder in den Restmüll geben.
Mehl und Stärke
Mehl verbindet sich mit Wasser zu einem klebrigen Brei, der sich im Abfluss festsetzt. Reste in den Müll geben, nicht auswaschen.
Was darf in den Abfluss?
Grundsätzlich gehören ins Abwassersystem: klares Wasser, leicht verdünntes Spülwasser, gering belastetes Waschwasser sowie kleine Mengen biologisch abbaubarer Reinigungsmittel. Lebensmittelreste sollten in kleinen Mengen kein Problem sein, aber auch hier gilt: lieber in den Bioabfall oder Restmüll.
Häufige Fragen
Wo entsorge ich Frittierfett in Frankfurt?
Kleine Mengen gehören in den Restmüll (abgekühlt, in verschlossenen Behältern). Größere Mengen nimmt der Wertstoffhof in Frankfurt an. Es gibt auch spezielle Fettsammelbehälter in manchen Stadtteilen.
Ist Natron im Abfluss schädlich?
Nein. Natron (Natriumbicarbonat) ist biologisch abbaubar und ungefährlich für Rohre und Kläranlage. Es kann sogar bei leichten Ablagerungen helfen. Im Gegensatz dazu sollte man stark ätzende Chemikalien sehr sparsam und laut Anleitung verwenden.
Was passiert, wenn ich es trotzdem tue?
Verbotenes Einleiten von Schadstoffen ist in Deutschland strafbar und kann zu Bußgeldern führen. Praktisch häufiger ist jedoch der direkte Schaden: verstopfte Rohre, teure Reinigungsarbeiten und mögliche Haftung gegenüber Hauseigentümer oder Miteigentümern - gerade in Frankfurter Mehrfamilienhäusern.