Kurzantwort: Den Siphon reinigen Sie am besten, indem Sie ihn ausbauen, gründlich unter fließendem Wasser ausspülen und mit einer Bürste von innen säubern. Das dauert meist unter 15 Minuten und beseitigt Gerüche sowie langsamen Wasserabfluss zuverlässig.
Was ist ein Siphon und warum verstopft er?
Der Siphon - auch Geruchsverschluss genannt - ist das gebogene Rohrstück direkt unter dem Waschbecken, der Dusche oder dem Küchenspülbecken. Das stehende Wasser im Bogen verhindert, dass Abwassergase aus dem Kanal in den Raum aufsteigen. Genau dieses stehende Wasser ist aber auch der Grund, warum sich dort Schmutz ansammelt: Seife, Fett, Haare und Kalk lagern sich ab und bilden mit der Zeit einen zähen Biofilm.
Werkzeug und Vorbereitung
- Eimer (fasst mindestens einen Liter)
- Altes Handtuch oder Lappen
- Gummischutzbandschuhe
- Rohrbürste oder alte Zahnbürste
- Spülmittel
- Ggf. eine Rohrzange (bei festsitzenden Verschraubungen)
Siphon reinigen - Schritt für Schritt
- Eimer aufstellen: Stellen Sie einen Eimer direkt unter den Siphon. Beim Abschrauben läuft das stehende Wasser aus dem Bogen heraus - meistens sind das 100 bis 300 ml.
- Absperrhahn schließen (optional): Beim Küchenabfluss empfiehlt es sich, das Wasser kurz abzusperren, damit niemand unbeabsichtigt die Leitung öffnet.
- Überwurfmuttern lösen: Drehen Sie die Kunststoffmuttern an beiden Enden des Siphonbogens von Hand gegen den Uhrzeigersinn. Bei älteren Modellen hilft eine Rohrzange - achten Sie darauf, nicht zu fest anzuziehen, um den Siphon nicht zu beschädigen.
- Siphon abnehmen: Ziehen Sie den Bogen vorsichtig ab und leeren Sie den Inhalt in den Eimer. Erwarten Sie einen unangenehmen Geruch - das ist normal.
- Reinigen: Spülen Sie den Siphon unter heißem Wasser aus. Mit einer Rohrbürste oder alten Zahnbürste und etwas Spülmittel schrubben Sie die Innenwände, bis kein Schmutz mehr herauskommt.
- Dichtungsringe prüfen: Schauen Sie sich die Gummidichtungen an beiden Enden an. Sind sie rissig oder hart geworden, sollten Sie sie ersetzen - diese sind im Baumarkt günstig erhältlich.
- Einbauen und prüfen: Setzen Sie den Siphon wieder ein und drehen Sie die Muttern von Hand fest. Drehen Sie das Wasser auf und beobachten Sie, ob an den Verbindungen Wasser austritt. Tropft es, ziehen Sie die Mutter etwas nach.
Häufige Fehler beim Siphon reinigen
- Zu fest anziehen: Kunststoffsiphons brechen bei übermäßiger Kraft. Handfest reicht in fast allen Fällen aus.
- Dichtungen vergessen: Wenn nach dem Einbau Wasser tropft, liegt es meist an einer verdrehten oder fehlenden Dichtung.
- Kein Eimer: Ohne Eimer wird der Boden nass - besonders ärgerlich bei Dielenböden.
Wenn der Abfluss nach der Siphonreinigung immer noch langsam läuft, sitzt die Verstopfung tiefer im Rohr. Ein Rohrreinigungsfachbetrieb in Frankfurt kann die Leitung dann mit einer Spirale oder Hochdruckspülung befreien.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich den Siphon reinigen?
Im Badezimmer empfehlen Fachleute, den Siphon zwei- bis dreimal im Jahr zu reinigen. In der Küche - wo viel Fett ins Rohr gelangt - reicht ein Intervall von drei bis vier Monaten. Bei schlechtem Geruch sofort reinigen.
Was mache ich, wenn sich die Überwurfmutter nicht lösen lässt?
Sprühen Sie Kriechöl auf das Gewinde und warten Sie zehn Minuten. Nutzen Sie dann eine Rohrzange mit einem Tuch als Schutz, um den Siphon nicht zu zerkratzen. Ist das Rohr sehr alt und fest verrostet, ist ein Fachmann die sicherere Wahl.
Kann ich den Siphon auch ohne Ausbau reinigen?
Ja, für leichte Ablagerungen funktioniert das: Gießen Sie kochendes Wasser mit etwas Natron oder Spülmittel direkt in den Abfluss. Bei stärkerem Schmutz ist der Ausbau aber deutlich effektiver und nachhaltiger.