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Alte Bleirohre erkennen und sanieren in Frankfurt

Aktualisiert am 23.08.2026 · Rohrreinigung Frankfurt am Main

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Kurzantwort: In vielen Frankfurter Altbauten aus der Zeit vor 1973 gibt es noch Bleileitungen für Trinkwasser. Blei ist ein Nervengift und hat im Trinkwasser nichts zu suchen. Lassen Sie Ihre Leitungen prüfen und tauschen Sie Bleirohre aus - es gibt Förderungen und günstige Lösungen.

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Warum sind Bleirohre ein Problem?

Blei löst sich aus alten Leitungen ins Trinkwasser - besonders bei weichem Wasser und nach langen Standzeiten. Das Wasser sieht dabei ganz normal aus, riecht und schmeckt nicht anders. Die Aufnahme von Blei über das Trinkwasser ist besonders für Kleinkinder und Schwangere gefährlich: Es schädigt die Gehirnentwicklung, das Nervensystem und kann zu Lernstörungen führen. Die EU-Trinkwasserrichtlinie schreibt vor, dass der Bleiwert im Trinkwasser 5 Mikrogramm pro Liter nicht überschreiten darf (ab 2036: 5 µg/l, bis dahin 10 µg/l als Übergangswert).

Wann wurden Bleirohre verlegt?

In Deutschland wurden Bleileitungen für Trinkwasser bis etwa 1973 eingesetzt. Gebäude mit Baujahr vor 1973 haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko, noch Bleiwasserleitungen zu haben - gerade in Frankfurt, wo viele gründerzeitliche und frühe Nachkriegsbauten erhalten sind.

Wie erkenne ich Bleirohre?

  • Optisch: Bleirohre sind grau, mattglänzend und weich - sie lassen sich mit einem Fingernagel ritzen. Im Querschnitt ist die Schnittfläche silbrig-metallisch.
  • Geräusch: Klopfen Sie auf das Rohr. Blei klingt dumpf, Kupfer und Stahl klingen heller und metallischer.
  • Baujahr als Indikator: Ältere Liegenschaften vor 1973 sind verdächtig. Fragen Sie beim Hauseigentümer oder Archiv nach Bauplänen.
  • Wassertest: Ein Blei-Schnelltest aus dem Baumarkt oder eine Laboranalyse durch das Gesundheitsamt Frankfurt geben Gewissheit.

Wer ist verantwortlich?

In Mietwohnungen ist der Vermieter für die Trinkwasserleitungen verantwortlich. Er muss auf Verlangen des Mieters Auskunft geben und bei nachgewiesenem Blei in der Leitung tätig werden. In Eigentumswohnungen trägt der Eigentümer die Verantwortung für den eigenen Bereich, die Gemeinschaft für die Hauptleitungen.

Sanierungsmöglichkeiten

Vollständiger Rohraustausch

Die sicherste Lösung: Alle Bleileitungen werden gegen Kupfer- oder Kunststoffrohre ausgetauscht. Das ist aufwendig, aber langfristig die einzig wirklich dauerhafte Lösung.

Grabenlose Sanierung

In manchen Fällen ist eine Innenbeschichtung oder Inlinersanierung der Bleileitung möglich. Das ist umstritten - manche Experten halten es nicht für gleichwertig zum Austausch. Lassen Sie sich fachkundig beraten.

Übergangsmaßnahmen

Bis zur Sanierung: Wasser nach längeren Standzeiten (über Nacht) 2-3 Minuten ablaufen lassen, bevor Sie es trinken. Für Säuglinge und Schwangere sollte grundsätzlich nur Wasser verwendet werden, das nicht durch Bleileitungen geflossen ist.

Kosten und Förderung

Der Austausch von Bleirohren in einer Wohnung kostet je nach Aufwand 2.000 bis 8.000 Euro. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder KfW-Programme können Eigentümer unter Umständen Zuschüsse oder günstige Kredite erhalten. Informieren Sie sich beim Energieberatungszentrum Frankfurt.

Fazit

Bleirohre in Frankfurt sind ein ernstes, aber lösbares Problem. Prüfen Sie Ihre Leitungen, informieren Sie sich über Ihr Recht als Mieter und handeln Sie - besonders wenn Kinder oder Schwangere im Haushalt leben.

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