Kurzantwort: Eine verstopfte Badewanne ist meist durch Haare und Seifenreste im Siphon verursacht. Ein einfacher Siebeinsatz-Check und eine Rohrspirale lösen das Problem in den meisten Fällen innerhalb von Minuten.
Warum verstopft die Badewanne?
Der Hauptschuldige bei einer verstopften Badewanne ist fast immer eine Mischung aus abgefallenen Haaren und Seifenlauge, die sich zu einem klebrigen Pfropfen im Siphon (dem gebogenen Rohrstück unter dem Abfluss) zusammensetzt. Hinzu kommen Pflegeprodukte wie Körpermilch oder Shampoo, die im Laufe der Zeit die Rohre von innen mit einem Fettfilm überziehen.
Schritt-für-Schritt: Verstopfung selbst beheben
- Siebabdeckung entfernen und reinigen: Den Abflussdeckel herausschrauben oder herausziehen. Oft hängen bereits hier dichte Haarbüschel, die man mit einer alten Zahnbürste oder einem Haken entfernen kann.
- Haarhaken einführen: Einen langen Haarhaken (günstiges Plastikwerkzeug mit Widerhaken, im Baumarkt für unter fünf Euro erhältlich) tief in den Abfluss führen und drehend Haare herausziehen.
- Saugglocke ansetzen: Den Überlauf der Badewanne (meist ein kleines Loch oder Gitter oben an der Stirnseite) mit einem feuchten Lappen abdecken, damit kein Gegendruck entsteht. Dann den Kolben auf den Abfluss setzen und kräftig pumpen.
- Natron und Essig: Vier Esslöffel Natron einfüllen, 200 ml Essig nachgießen, 30 Minuten warten, mit heißem Wasser nachspülen. Das löst Fettrückstände im Siphon.
- Rohrspirale bei hartnäckigen Fällen: Wenn der Abfluss immer noch schlecht läuft, eine kurze Spirale (zwei bis drei Meter) einführen und drehend bis zum Widerstand vorschieben.
- Ergebnis prüfen: Kaltes Wasser laufen lassen und beobachten, ob es schnell abläuft. Bei einer voll freien Leitung sollte Wasser sofort und geräuschlos verschwinden.
Den Siphon der Badewanne selbst reinigen
Bei hartnäckigen Seifenablagerungen hilft manchmal nur, den Siphon zu öffnen. Unter der Badewanne befindet sich bei freiliegenden Modellen ein Reinigungsdeckel am Geruchsverschluss. Einen Eimer darunter stellen, den Deckel aufdrehen und den Inhalt entfernen. Danach Deckel wieder festdrehen und den Siphon mit heißem Wasser durchspülen.
Woran erkenne ich eine tieferliegende Verstopfung?
- Auch Waschbecken und Dusche laufen zeitgleich schlecht
- Gurgelgeräusche kommen aus anderen Abflüssen, wenn die Wanne abläuft
- Es riecht nach faulen Eiern aus dem Abfluss
- Die Verstopfung kehrt nach wenigen Tagen immer wieder
Vorbeugung: So bleibt die Badewanne frei
Ein einfacher Haarfänger aus Edelstahl oder Silikon, der auf den Abfluss gelegt wird, verhindert die meisten Verstopfungen. Er kostet wenige Euro und muss nur nach jedem Duschen oder Baden ausgeleert werden. Einmal pro Monat den Abfluss zusätzlich mit Natron und Essig behandeln - das hält die Rohre fettfrei.
Häufige Fragen
Kann ich chemischen Abflussreiniger in der Badewanne verwenden?
Chemische Mittel lösen Haare auf (durch Natriumhydroxid) und können kurzfristig helfen. Allerdings greifen sie bei häufiger Anwendung Kunststoffdichtungen an und sind umweltbelastend. Mechanische Methoden wie Haarhaken und Spirale sind schonender und oft genauso wirksam.
Was tun, wenn Wasser in der Badewanne steht und nicht abläuft?
Zuerst den Haarhaken einführen und Haare entfernen. Dann Kolben verwenden. Falls das Wasser nach zehn Minuten noch steht, mit einer Spirale versuchen. Bleibt es auch danach stehen, liegt die Ursache tiefer - in dem Fall sollte ein Rohrreinigungsdienst in Frankfurt die Leitung prüfen.
Wie oft sollte man den Badewannenabfluss reinigen?
Haare nach jedem Bad aus dem Sieb entfernen und einmal monatlich eine Natron-Essig-Behandlung durchführen - das reicht für die meisten Haushalte aus, um Verstopfungen dauerhaft zu vermeiden.